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Über uns
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Wer wir sind ...

 
         Wir sind eine Gruppe Eltern, die ein Kind verloren haben.
           Unsere Kinder waren zwischen 4 und 36 Jahre alt, als sie
           starben. Zurzeit besteht unser Kreis der betroffenen Eltern
           aus 3 Gruppen und zwar
           -  Müttergruppe nachmittags (offen)
           -  Gruppe Väter und Mütter abends (geschlossen)
           -  Gruppe Gesprächskreis abends (geschlossen)
           (zunächst beschränkt auf 10 mal)
           Diese Gruppen bestehen zurzeit aus insgesamt ca. 45 Personen.
           Der Bekanntheitsgrad unserer Gruppe erstreckt sich nicht nur
           auf den Stadt und Landkreis Heilbronn, sondern auch überregional.
           Unsere Treffen finden immer am ersten Mittwoch des Monats
           im Nebenzimmer einer Gaststätte in Heilbronn statt. Wir versuchen
           ohne professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, durch Gespräche
           und Gedankenaustausch über unsere Gefühle uns gegenseitig
           zu helfen. Da wir als Betroffene am besten wissen, was
           Trauerarbeit um ein verstorbenes Kind bedeutet, glauben wir,
           dass wir neu Hinzugekommenen in unseren Gruppen aus unserer
           eigenen Erfahrung mit Gesprächen Gefühlen und Gedanken an
           unsere verstorbenen Kinder hilfreich zur Seite stehen können.
           Die Betroffenen können in der Gruppe sprechen, sich einbringen
           oder einfach nur zuhören.
           Einige Eltern, die nicht mehr zu unseren Gruppen gehören,
           durften wir dennoch ein Stück auf dem Weg ihrer Trauer begleiten.
           Da der Tod in unserer Gesellschaft immer noch zu einem
           Tabuthema gehört, haben wir als Hinterbliebene sehr wenig
           Chancen über das Leben unserer Kinder mit anderen Leuten
           zu reden.
           Der Tod eines Kindes, wird  nach einer gewissen Zeit einfach
           zur Seite geschoben und verdrängt, nach dem Motto
           „das Leben geht weiter ...“  Wir als Betroffene stehen alleine
           da mit unserem Schmerz über den Tod unseres Kindes.
           In dieser Situation können wir uns gegenseitig helfen, da
           ja nur wir wirklich um das Leid der anderen wissen. So
           können wir in der Gruppe etwas Trost und Halt finden.
           Trauernde sind „seelisch Schwerverletzte“. Um wieder heil zu
           werden brauchen sie Hilfe und Unterstützung. Was die
           Gesellschaft mit ihren hohen Anforderungen an
           Leistungsfähigkeit, Unkompliziertheit, Fröhlichkeit
           immer weniger zu leisten vermag – wird zunehmend
           von den Trauernden gesucht in einer der bundesweit
           300 Gruppen der „Verwaisten Eltern“. In diesen Gruppen
           finden Betroffene den Schutzraum, in dem Trauer,
           Schmerz, Sehnsucht, Wut – das Ganze zugelassen werden
           darf, bis der Schmerz sich wandelt in
 
                        Hoffnung
                             

R.Vogt

D.Frombeck